Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um das Thema Präparation:

Sind in einem Präparat noch Fleisch, Knochen und Organe drin?

Nein, ein fertiges Präparat besteht aus einem künstlichen Körper aus Hartschaum oder Holzwolle über das die haltbar gemachte Haut des Tieres gezogen wird.

Lediglich bei der Präparation von Vögeln und Reptilien verbleiben einzelne Knochen im Präparat, die dann natürlich vorher entsprechend gereinigt werden.

Auch die Augen sind speziell angefertigte Nachbildungen aus Glas oder Kunststoff.

Wie ist der Prozess der Tierpräparation?

Je nach Tierart und Darstellung unterscheidet sich der Prozess, aber die grundsätzlichen Schritte sind folgende:

  1. Abziehen der Haut und Vorbereitung der Haut für die Konservierung
  2. Gerben/Haltbarmachen der Haut
  3. Anfertigung eines künstlichen Körpers
  4. Modellieren von Details insbesondere im Gesicht
  5. „Beziehen“ des künstlichen Körpers mit der konservierten Haut
  6. Trocknen
  7. Aufmodellieren und Bemalen von Details
  8. Anfertigen und Aufsetzen des Präparates auf einen Untergrund
Wie lange dauert es, bis ein Präparat fertig ist?

Die Lieferzeiten können Saisonbedingt und je nach Auftragslage sowie Bearbeitungszeiten beim Gerber schwanken.

In der Regel ist bei kleinen Projekten und Vögeln mit einer Dauer von 1-3 Monaten und größeren Tieren mit 4 -12 Monaten zu rechnen.

Grund dafür sind die vielen verschiedenen Arbeitschritte die Sorgfalt und Zeit benötigen.

Wie lange hält sich ein Präparat?

Abhängig von Art, Standort und Pflege hält ein Präparat problemlos mehrere Jahrzehnte bis ein Leben lang.

Ist in allen Präparaten Arsen oder Formaldehyd drin?

Früher war Arsen ein beliebtes Mittel um Schädlingsbefall an Präparaten zu vermeiden. Deshalb kann es durchaus bei alten Präparaten sein, dass diese mit Arsen belastet sind.

Mittlerweile ist die Nutzung von Arsen jedoch verboten und wird auch so wegen der davon ausgehenden Gesundheitsgefahr nicht mehr benutzt.

Formaldehyd wird zum Beispiel bei Vögeln benutzt um schwer konservierbare Stellen wie zB die Beine haltbar zu machen und zu verhindern, dass diese zu stark einfallen.

Kann man jedes Tier präparieren?

Nicht jedes Tier eignet sich für ein Präparat. Weichtiere und Amphibien lassen sich beispielsweise nicht mit der oben beschriebenen Technik präparieren.

Aber auch nicht jedes Säugetier oder jeder Vogel sollten zum Präparat werden: Da die Haut des Tieres noch viele Prozesse durchlaufen muss ist ein sehr guter Ausgangszustand wichtig für ein gelungenes Ergebnis. Fehlen an einigen Stellen Federn oder Fell ist es mit viel Aufwand verbunden diese Stellen zu kaschieren. Das gilt auch für falsch aufgeschnittene Tiere. Zudem kann es bei alten, kranken oder nicht richtig eingefrorenen Tieren zu Haarverlust bei der Konservierung kommen. Beachten Sie daher auch die Hinweise zur Vorbereitung.

Was kostet es, ein Tier präparieren zu lassen?

Das ist natürlich abhängig von der Größe des Tieres und der Darstellung. Zur Orientierung hier ein paar Richtwerte:

Kleine Tiere wie Maus ab 200 Euro

Mittelgroße Tiere wie Waschbär und Fuchs ab 500 Euro

Ganzpräparate von größeren Tieren ab 1000 Euro

Kopf-Schulter Montagen ab 400 Euro (Rehbock)

Haustiere:

Da die Präparation von Haustieren besondere Sorgfalt und Detailarbeit erfordern sollten Sie bei Hunden und Katzen mit einem Preis ab 800 Euro rechnen.